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28.05.2021 CJD Kirchheim « zur Übersicht

FDP-Bundestagsabgeordnete Renata Alt besucht das CJD Kirchheim unter Teck

Am 27. Mai besuchte Renata Alt das Berufliche Bildungszentrum des CJD am Hohenreisach in Kirchheim unter Teck. Gemeinsam mit CJD Vorstand Oliver Stier, Zentralbereichsleiter Angebote Alexander Lawitschka und Connie Siegel-Hießerer, Leiterin des Beruflichen Bildungszentrums des CJDs in Kirchheim, diskutierte sie aktuelle Themen wie Bildungsgerechtigkeit und Digitalisierung.

Renata Alt und CJD Vorstand Stier waren sich einig, dass Investitionen in die Bereiche Bildung und Digitalisierung dringend notwendig sind, damit junge Menschen – insbesondere benachteiligte Kinder und Jugendliche – eine gute Bildung und Ausbildung erhalten können. Nur mit entsprechender Qualifizierung haben sie die Chance auf einen guten Arbeitsplatz. Alt und Stier bestätigten, dass sich durch die Corona-Pandemie Bildungsungerechtigkeiten verstärkt haben. Diesen müsse präventiv und zielführend entgegengewirkt werden. Das gelinge aber nur, wenn die öffentliche Hand mehr Geld für Schulen und beruf­liche Bildungszentren ausgebe.

Renata Alt besichtigte mit großem Interesse die Werkstätten und Unterrichts­räume des Beruflichen Bildungszentrums des CJD Kirchheim unter Teck. Hier können junge Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Förderschwierig­keiten in 17 unterschiedlichen Berufen eine Ausbildung abschließen. Die Fach­kräfte des CJD fördern die Teilnehmenden individuell. So können diese ihre Stärken und Begabungen verbessern und sich eine Perspektive für die Zukunft erarbeiten. Mit diversen Schulen als Kooperationspartner bietet das CJD hier am Übergang von Schule zu Beruf die so genannte Berufspraxis Live an. In kleinen Gruppen durchlaufen die Schüler zehn Tage lang intensiv unterschied­liche Berufsfelder.

Ein Highlight der Besichtigung war die Polsterei der Raumausstatter. Hier lernen junge Menschen das traditionelle Handwerk des Polsterers und stellen ganz individuelle Sitzmöbel her. Durch die Besichtigung wurde deutlich, was für eine große Herausforderung die Digitalisierung besonders im Bereich der Beruf­lichen Bildung ist. Hier sind dringend Investitionen nötig, um junge Menschen an modernen Maschinen ausbilden zu können.

Entscheidend ist aber auch die Bildung rings um den Ausbildungsplatz. Obers­tes Ziel der pädagogischen Arbeit in jeder CJD Einrichtung ist die Persönlich­keitsbildung. Das bedeutet, dass junge Menschen befähigt werden, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Deshalb setzt sich das CJD dafür ein, junge Menschen zu demokratischen Bürgerinnen und Bürgern zu bilden. Ein demokratisches Bewusstsein ist wichtig, um ein Auseinanderdriften der Gesell­schaft zu verhindern. Deshalb regt das CJD die jungen Menschen dazu an, ihre Lebensräume selbst zu gestalten. Zudem bekommen die jungen Menschen Impulse, andere Kulturen, Regionen und Menschen kennenzulernen. So können Sie ein Verständnis für Vielfalt entwickeln.

Über das CJD

Das CJD ist eines der größten Bildungs- und Sozialunternehmen in Deutschland. Seine mehr als 10.500 Mitarbeitenden fördern und begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene an über 350 Standorten in Kitas, Schulen, Berufsbildungswerken und Lehrbetrieben, in Kliniken, Reha-Einrichtungen, Wohngruppen und Werkstätten. Der seit der Gründung des Werkes 1947 geprägte Leitgedanke „Keiner darf verloren gehen!“ bedeutet heute für das CJD, dass jeder Mensch das Recht hat, Teil der Gesellschaft zu sein. Das CJD unterstützt Menschen auf diesem Weg. Es befähigt Menschen, ihre Persönlichkeit zu entfalten und ein selbstständiges Leben zu führen durch bedürfnisorientierte und vernetzte Angebote.